Fakten, News und Neuigkeiten aus der Welt der Zähne |
| Zahntourismus mit geringer Haftung | |
| 07.12.2003 Neue OZ | "Experte warnt vor mangelhaftem ausländischen Zahnersatz - Studie zweigt schwerste Mängel" Sollen sich Urlauber von Mallorca, aus Osteuropa oder Südostasien auch gleich ein paar neue Zähne mitbringen? Zahnersatz aus dem Ausland kann sicher ein Schnäppchen sein und einpaar Euro sparen, sagen Experten vom "Kuratorium perfekter Zahnersatz". Allerdings gehöre auch eine gewisse Risikobereitschaft dazu. "Sicherlich ist punktuell auch im Ausland guter Standart anzutreffen", räumt Klaus M. Lehmann vom Medizinischen Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Uni Marburg ein. In Deutschland allerdings sei hohe Qualität beim Zahnersatz kein Zufall, sondern der Normalzustand. Die Produktion in Ländern mit niedrigen Lohnkosten bringt nach Angaben des Kuratoriums meist geringere Qualität. Von "schwersten Mängeln" sei in einer Studie über die Qualität von in Ungarn hergestelltem Zahnersatz die Rede. Die Untersuchungen an der Klinik für Paradontologie, Kronen- und Brückenprothetik der Universität Bern definiert die zahnmedizinischen Leistungen mit einem Qualitätsstandard von A bis E. A entsprach einer ausgezeichneten Arbeit Standart E charakterisiert schwerste Mängel. Im Ergebnis konnten Standart A und B für ungarische Arbeiten gar nicht verbegen werden. C-Leistungen waren lediglich bei 20 Prozent erbracht. Standard D erhielten 41 Prozent und Standard E 39 Prozent. Einweiteres Argument für einen Zahnersatz aus Deutschland sei auch die räumliche Zähne von Zahnarzt und Zahntechniker. |
| Zähneputzen: Zu früh schadet | |
| Göttingen 08.07.03 NOZ | "Nach dem Essen halbe Stunde warten" Wer sofort nach dem Essen die Zähne putzt, kann sich damit mehr schaden als nützen. Das haben Zahnmediziner der Universität Göttingen herausgefunden. Zumindest nach dem Genuss von sauren Getränken oder Lebensmitteln sollten die Zähne frühestens nach 30 Minuten gebürstet werden. Sonst drohe ein erhöhter Abtrag von Zahnschmelz, berichtete die Hochschule am Montag. Saure Lebensmittel machen demnach den Schmelz vorübergehend weicher. Erst nach einiger Zeit werden die Zähne wieder härter. "Wer sich direkt nach dem Genuss von sauren Getränken oder Lebensmitteln die Zähne putzt, hat einen drei- bis fünffach gesteigerten sogenannten Zahnhartsubstanzabtrag", erklärte Prof. Thomas Attin. "Wer dagegen mindestens 30 bis 60 Minuten wartet und dann erst die Zahnbürste benutzt, schont die Zähne." Grundsätzlich könne Säure in Getränken und Lebensmitteln zu so genannten Erosionsschäden an den Zähnen führen, berichtete der Wissenschaftler. Bis zu 20 Prozent aller Menschen seien betroffen. Zunehmend hätten auch Kinder und Jugendliche solche Erosionen. (dpa) |
| Problem Rauchen: Implantate halten nicht so lange | |
| Neue OZ 18.01.03 | Raucher verlieren schneller ihre Zahnimplantate als Nichtraucher. Wie eine Studie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universität Kiel ergab, liegt die Misserfolgsrate bei Nikotinkonsumenten um fünf Prozent höher als bei Nichtrauchern. Raucher müssen dementsprechend auch damit rechnen, dass die künstlichen Zahnwurzeln schlechter einwachsen. Die Forscher ermittelten den Zustand von rund 3000 in den vergangenen Jahren eingesetzten Implantaten. |
| Trends ?!? | |
| London, 20.06.02 | Die zwei Absolventen des Londoner Royal Collage of Art, James Auger und Jimmy Loizeau, präsentieren in ihrer Abschlussarbeit einen Funkempfänger, der in einem Zahn implantiert wird. Das System wandelt die empfangenen Funksignale in Vibrationen um, die über den Kieferknochen an das Gehör übertragen werden. (Quelle: www.quintessenz.de) |
| Fluoriddepot schützt vor Zahnhalskaries | |
| Lörrach, 2.11.01 (dk) | Deutliche Remineralisation des Dentins bei Kombination von desensibilisierender aminfluoridhaltiger Zahn-pasta und Zahnspülung Die kombinierte Anwendung von desensibilisierender aminfluoridhaltiger Zahnpasta und Zahnspülung führt innerhalb von wenigen Wochen zu einer deutlichen Einlagerung von Mineralien (Remineralisation) in das freiliegende Zahnbein (Dentin). Die Remineralisation wird durch das Aminfluorid begünstigt: Auf der Zahnoberfläche bildet sich eine Kalziumfluorid Deckschicht, die als Fluoriddepot wirkt. Dieses Ergebnis stellten schwedische Wissenschaftler Ende Juni auf der Tagung der International Association for Dental Research (IADR) im japanischen Chiba vor. Die Wissenschaftler der Universität Halmstad leiten daraus einen wirksamen Schutz vor Zahnhalskaries ab. Zahnhalskaries ist - neben Überempfindlichkeit und Abrasion (Abtragung) der Zahnhartsubstanz - ein wesentliches Problem bei freiliegenden Zahnhälsen, unter dem sehr viele Erwachsene in Deutschland leiden. Die Arbeitsgruppe um Professor Petersson verglich in ihrer Studie die Remineralisationspotenziale einer fluoridfreien (Gruppe G1) mit einer aminfluoridhaltigen Zahnpasta (Gruppe G3) und einer Kombination aus Zahnpasta und Zahnspülung mit Aminfluorid (Gruppe G5). Dabei wurden Dentinplättchen mit den jeweiligen Zahnpasten einmal täglich gebürstet oder zusätzlich zweimal täglich gespült. Um die natürlichen Bedingungen im Mund nachzustellen, wurden die behandelten Dentinplättchen in den Zwischenzeiten in künstlichem Speichel gelagert. Die Remineralisation wurde durch Messung des elektrischen Widerstandes bestimmt: Je höher der Widerstand, desto höher die erreichte Mineraldichte. Nach sechs Wochen wurde in den Plättchen, die mit aminfluoridhaltigen Präparaten sowohl gebürstet als auch gespült wurden, im Vergleich zur Kontrollgruppe der 3,02-fache relative Widerstand und damit die höchste Dentinremineralisation gemessen. In den Plättchen, die nur mit aminfluoridhaltiger Zahnpasta gebürstet wurden, konnte gegenüber der Kontrollgruppe ein 2,33-faches Remineralisationspotenzial ermittelt werden. Speziell für die Reinigung und Pflege von freiliegenden Zahnhälsen hat die elmex Forschung das elmex sensitive Schutz- und Putzsystem entwickelt: Die Zahnpasta reinigt durch milde Putzkörper besonders sanft (Dentinabrasionswert RDA=30) und bildet durch das enthaltene Aminfluorid eine Fluorid-Schutzschicht. Die ebenfalls aminfluoridhaltige Zahnspülung enthält zusätzlich ein Schutzpolymer, das sich wie ein flüssiger Film über das freiliegende Dentin legt und dadurch die Schmerzempfindlichkeit herabsetzt. Das System wird ergänzt durch eine weiche Zahnbürste mit X-ständiger Anordnung der abgerundeten Schonborsten, die für optimale Plaqueentfernung sorgen. Quelle: L. G. Petersson et al.: Investigation on the dentine remineralising potential of elmex senstitive toothpaste and dental rinse in vitro. J Dent Res 80, 1278 (2001) |
| Zahnimplantate sehr erfolgreich | |
| ZA 03/01 | Untersuchung Wenn ein einzelner Zahn verloren geht, ist ein Implantat meist eine gute Lösung. Auf dieser in den Kiefer eingesetzten künstlichen Wurzel kann der Einzelzahnersatz fest verankert werden, ohne die Nachbarzähne in Mitleidenschaft zu ziehen. Eine Untersuchung an 259 Einzelimplantaten ergab nun, dass 98,5 Prozent der eingesetzten Implantate nach fünf Jahren noch intakt, beschwerdefrei und ästhetisch ansprechend waren. Eingesetzt wurden die Implantate bei 183 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren. |
| Keramik-Inlays halten über 11 Jahre | |
| 02.02.01 Kuratorium perfekter Zahnersatz | Studie 95% aller Keramik-Inlays sind nach 11,5 Jahren noch im Mund und intakt. Dies ergab eine Untersuchung von 182 eingesetzten Keramik-Inlays bei 66 Patienten im Alter von 23 - 60 Jahren. Positiv verlief auch die Farbanalyse. Inlays, die bis zu 5 Jahren im Mund waren, stimmten zu 81% mit der angrenzenden Zahnfarbe überein - die übrigen lagen nur knapp und durchaus tolerierbar daneben. |