Zahnheilkunde:
Die zweiten Zähne
| Zähne |
| Das Dauergebiß umfaßt 32 Zähne, 8 Schneide-, 4 Eck-, 8 kleine Backenzähne (Prämolaren), 8 große Backenzähne (Molaren), sowie 4 Weisheitszähne. Der Zahnwechsel beginnt mit ca. dem 6. Lebensjahr. Zunächst im 6. Lebensjahr mit den ersten großen Backenzähnen. Mit etwa dem 13. Lebensjahr ist der Zahnwechsel, mit Ausnahme der Weisheitszähne, in der Regel abgeschlossen. | Beim Aufbau des Zahnes unterscheidet man die Zahnkrone von der Zahnwurzel, die im Kieferknochen steckt. Um die Zahnwurzel herum befindet sich der Zahnhalteapparat, das Parodont. Die äußere Schicht der Zahnkrone ist der Zahnschmelz, der aus verschiedenen Mineralien besteht, schmerzempfindlich ist und eine sehr große Härte aufweist. Unter dem Zahnschmelz liegt das Dentin (Zahnbein), welches durch Kanalsysteme mit dem "Zahnnerv", der Pulpa, verbunden ist. |
| Versiegelung |
| Auf der Kaufläche der Backenzähne befindet sich ein unterschiedlich ausgeprägtes Furchensystem, die Fissuren. Diese sind häufig wegen ihrer Enge und Tiefe schlecht zugänglich für die Reinigung mit der Zahnbürste, so daß dieser Teil des Zahnes häufig als erstes mit Zahnbelägen besiedelt wird, welche dann zu einer Karies führen können. | Zur Vermeidung kann eine Fissurenversiegelung durch den Zahnarzt oder der Prophylaxehelferin empfehlenswert sein. Weitere kariesanfällige Regionen sind die Zahnzwischenräume. Diese können ebenfalls nur schwer mit der Zahnbürste erreicht werden. Zur Reinigung in diesen Bereichen empfiehlt sich Zahnseide, -hölzer und spezielle Bürsten. |
| Defekte |
| Ist ein Defekt durch
Karies entstanden, so muß die Karies entfernt werden und mittels einer Füllung versorgt werden. Hierfür stehen verschiedene
Füllungsmaterialien zur Verfügung. Bei größeren Defekten ist eine Versorgung mit Zahnersatz, z.B. Kronen oder
Teilkronen, erforderlich. Geht die Karies in den Bereich des Zahnmarks, der Pulpa, ist eine Wurzelbehandlung häufig notwendig, wobei die Pulpa entfernt wird. Die Wurzelkanäle werden gesäubert und mit einer Wurzelfüllung versorgt. Nicht entfernte Zahnbeläge |
(Plaque) führen aber nicht nur zu Karies, sondern auch zur Zahnsteinbildung. Dieser Zahnstein muß durch den Zahnarzt oder qualifiziertes Personal durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden. Gelingt dies nicht, so sind Zahnfleischentzündungen oder Zahnbeläge die Folge. Werden diese nicht frühzeitig entfernt, führt dies zu einer Parodontose, bei der sich der gesamte Zahnhalteapparat entzündet. Es kommt zu einer Lockerung der Zähne bishin zum Zahnverlust. |
| Grundsätzlich |
| Können Karies und Parodontosen nicht erfolgreich behandelt werden, müssen Zähne ggf. entfernt werden. Diese werden mittels Zahnersatz ersetzt. | Grundsätzlich sind eine ausgeglichene zuckerarme Ernährung, regelmäßige Zahnarztbesuche, gute Mundhygiene und die lokale Fluoridierung die Schlüssel zur Vermeidung von Karies. |